Torngat Mountains Nationalpark
Hohe Berge - tiefe Fjorde - wilde Küste
Der Nationalpark reicht vom Saglek Fjord im Süden bis zur nördlichsten Spitze von Labrador. Westlich des Nationalparks befindet sich die kanadische Provinz Québec. Im Grenzgebiet zu Québec befinden sich die höchsten kanadischen Berggipfel außerhalb der Rocky Mountains. Der höchste Berg ist der Caubvick / D'Iberville mit 1.652 Meter Höhe.
Die Landschaftform des Torngat Mountains Nationalparks wird geprägt von den hohen und schroffen Torngat Mountains, dem anschließenden George-Plateau und der wilden Küste mit teils beindruckenden, hohen und steil abfallenden Klippen. Durch die unterschiedlichen Landschaftsformen im Park ist das Klima, die Tier- und die spärliche Pflanzenwelt jeweils recht unterschiedlich.
Archäologische Fundstätten
Im Nationalpark befinden sich hunderte archäologische Fundstätten. Die Steinbrüche "Ramah Chert - Quarry" wurden von den Menschen genutzt, um Schneidwerkzeuge und Speerspitzen für den Alltag und für die Jagd herzustellen.
Labrador-Meereströmung bringt die Kälte
Der eiskalten Labrador-Strom entlang der Meeresküste sorgt dafür, dass es im Torngat Mountains Nationalpark nicht sehr warm wird. Oft herrscht Nebel an der Küste. Regen und Winter Schnee sind dort an der Tagesordnung. Zahlreiche Gletscher findet man im Torngat Mountains Nationalpark, die sich aber aufgrund des Klimawandels zurückziehen. Die großen U-förmigen Täler, die an der Küste in tiefe Fjorde münden, zeugen von der eiszeitlichen Vergangenheit der Region. Viele der Fjords schneiden tief ins Land ein. Überall im Nationalpark findet man Spuren der Eiszeit wie Seen und Moränen, Geröllfelder und Sedimentflächen.
Tierwelt im Nationalpark - Wolf, Eisbär und Adler
Eine auserlesene Tierwelt ist im Torngat Mountains Nationalpark zu Hause. Neben Wanderfalke, Adler und Eulen und vielen anderen Vogelarten halten sich auch Wolf, Eisbär, Karibu-Herden im Schutzgebiet auf. Rotfuchs und Polarfuchs ernähren sich von den zahlreichen Kleinnagern des Nationalparks. An der Küste leben verschiedene Robbenarten. Mit Glück sieht man Wale an der Küste vorbeiziehen. Die Gewässer im Torngat Mountains Nationalpark sind fisch- und artenreich, ebenso die Küstenbereiche am Atlantik. Die Küste ist die Heimat der Eisbären, die dort auf Robbenjagd gehen. Im Gebiet der Torngat Mountains und des George Rivers sind die Karibuherden zu finden.
Kein waldreicher Nationalpark
Niedrige Pflanzen bis zu Sträuchern findet man im Nationalpark So wurden 330 verschiedener Gefäßpflanzenarten und mehr als 200 Moos- und Flechtenarten gezählt. Vollständig erfasst wurde die Pflanzenwelt des Torngat Nationalparks noch nicht. Wald gibt es spärlich im Nationalpark, dafür aber zahlreiche Wildblumenarten an die Hängen der Torngat Mountains.
Freizeitgestaltung mit Risiken im Torngat Mountains Nationalpark
Das Wetter kann sich sehr schnell ändern im Torngat Nationalpark. Für unvorbereitete Menschen kann dies zur Lebensgefahr werden. Maximal 20°C wird es im Sommer warm, im Landesinneren können es einige Grade mehr werden. Die Menschen nutzen den Torngat Mountains Nationalpark begrenzt zur Freizeitgestaltung. Kajakfahren und Wandern ist im Nationalpark auf der Labrador-Halbinsel sehr beliebt. Der Torngat Montains Nationalpark ist nicht einfach zu erreichen. Eine verkehrstechnische Infrastruktur an und im Nationalpark besteht nicht. Es besteht die Möglichkeit, einen Urlaub mit den Inuit zu verbringen. Der Besucher lebt dann Tag und Nacht bei den Inuit.
Es werden Expeditions-Schifffahrten zum Torngat Mountains Nationalpark angeboten. Mit kleinen Booten nähert man sich dem Land - dort können dann Wanderungen unternommen werden. Angeln im Nationalpark ist beliebt. Wandern und Klettern gehört zu de weiteren Highlights des Torngat Mounatisn Nationalpark. Im Winter sind Skitouren sehr interessant. Freies Camping ist möglich - außer an archäologischen Fundstätten. Zur Erinnerung - es gibt Eisbären im Torngat Mountains Nationalpark.
